Samstag, 12. Februar 2011

Je später der Tag, desto schlimmer.
Ich sitze im Café, schweife mit meinen Gedanken immer wieder ab.
Die beiden anderen unterhalten sich, ich rücke in die Beobachterposition, verstehe die Hälfte nicht, lächeln, wenn es passend erscheint.
Ab und an versuchen sie, mich zum Reden zu bringen, die Aufmerksamkeit tut gut, doch möchte ich meine Distanz zum Geschehen nicht aufgeben.

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Ich fühle mich wie ein Monster, ich bin so wahnsinnig gefühlskalt.
Mein Großonkel, mit dem ich mich immer gut verstanden habe ist gestorben, ein Klassenkamerad mit dem ich mich gut verstanden habe, ist an Krebs erkrankt - ich habe nicht mit der Wimper gezuckt.

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