Mittwoch, 25. Mai 2011

The difference between a man and a battery is that the battery has a positive side.

Did you ever face the apathy?

Ich weiss nicht was aus mir werden soll, ich hab mich die ganzen Wochen der WG-Suche und auch die Monate/ Jahre davor an dem Gedanken festgeklammert, dass es mir wegen meinen Eltern schlecht geht.

Mal ehrlich?
Im Moment bin ICH diejenige, die den Streit vom Zaun bricht. Gründe finde ich eh IMMER.
Ich bin die Idiotin hier in der Familie. Zugegebenermaßen, meine Eltern und mein Bruder sind menschlich meiner Meinung nach auch mehr oder weniger daneben.. 

... aber ich ertrage vielmehr meine eigene Anwesenheit nicht mehr. Ich bin mir zu viel, ich bin immer da, ich bekomm keine Auszeit von meinen Gedanken. Ich lande immer und wieder an dem Punkt wo ich mir sage, dass eh alles scheiß egal ist.
Und sich schlecht fühlen ist einfach. Es vermittelt das Gefühl eines "tieferen Sinnes", es ist die perfekte Rechtfertigung für Versagen und die negativen Gedanken sind so kuschlig und wohlbekannt.. wie mein warmes Nestchen.

Ich glaub ich war noch nie weit genug unten, um wirklich raus zu kommen. Aber wirklich, mein Zustand ist SCHEIßE, zwar helfen die Antidepressiva und mir geht es insgesamt besser als davor, aber der Trend geht auf alle Fälle gegen abwärts.

Aber jetzt mal zurück zum Anfangsgedanken: Ich werde gottverdammte 14 Tage alleine wohnen. Das sind genau 14 zu viel, zumal ich da Ferien habe. Ferienzeit ist eh Absturzzeit für mich, da falle ich immer ins Bodenlose.
Meine Thera meinte, dass ich mir jeden Tag durchplanen soll mit fixen Terminen.. es ist so furchtbar ambivalent, dieses Thema. Ich will nicht, dass es mir besser geht, ich will mich unter meine Decke verkriechen und darauf warten, dass ich der Abwärtsspirale ein ENDGÜLTIGES Ende setze. 
Aber auf der anderen Seite: Ich will doch auch, dass es mir gut geht? 

Dieser Zwiespalt ist furchtbar. Ständiger Kampf zwischen diesen beiden Komponenten in mir, es ist so unglaublich kraftraubend, diesen Stimmungsschwankungen stand zu halten. Ich kann im einen Moment sowas von quietschlebendig sein, 10 Minuten später findet ihr mich mit finsterer, regloser Miene ins Leere starrend.

Der Kraft einfach absolut beraubt.

Der Termin mit meiner Patin morgen wackelt übringens gerade verdammt, sie wollte sich an nem anderen Ort treffen und jetzt hat sie seitdem keine Mails mehr abgerufen... noch weniger Kraft für mich übrig.

Am Ende...

Ich war mal ein Spiegel, habe mich meiner Umwelt angepasst und sie nachgeahmt. Der Spiegel wurde eines Tages umgetreten, er ist auf dem Boden zerbrochen. Die Welt trampelt auf den einzelnen Scherben nur noch mehr herum, immer mehr Teile liegen zerstreut auf dem Boden.
Ich werde mich dran machen, der Spiegel wird repariert. Er wird nicht perfekt werden, das soll er auch nicht. Er soll nie mehr ein Abbild der Umwelt werden. Der Spiegel wird aus seinen Einzelteilen so repariert, dass ein Kunstwerk geschaffen wird. 
Es ist eine Chance.

Ich finde dieses Sinnbild hat etwas magisches an sich, ich nehme mir den Hauch Optimismus mit diesem Sinnbild im Herzen zusammen mit ins Bett.

Schlaft gut.

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