Samstag, 28. Mai 2011

I remember the time I was kidnapped and they sent a piece of my finger to my father. He said he wanted more proof.

Objektiv gesehen ein echt erfolgreicher Tag: Relativ viel Schulzeug gemacht, mit ner Freundin Kaffee trinken gewesen und eigentlich relativ wenig vorm PC gewesen.

Naja, aber auch nur objektiv, meine Gedanken kreisen mal wieder..
Ich habs schonmal geschrieben aber ich finde es einfach so extrem: meine GANZEN Ziele sind Pseudo-Ziele, Kant würde sagen, meine Ziele werden als Mittel mißbraucht, sie sind nicht der Zweck in sich.

Darf ich mal aufzählen, was meine Ziele sind?

  • Abnehmen, auf ca. 50kg kommen
  • Abischnitt von mindestens 1,9
mehr nicht, nein. Ich habe absolut keine Zukunftspläne, es lässt mich alles so dermaßen kalt. Wenn mir jemand sagt "Du brauchst ein gutes Abi, damit du dir aussuchen kannst, was du später machen willst" 
Was für mich der wichtige Part ist? "Du brauchst ein gutes Abi" - gefressen, will besser sein als alle anderen, in der Hoffnung glücklich zu werden.
Schlanke Leute werden beneidet - Ich will auch, besser sein als der Rest.

Besser sein, aus der Hoffnung heraus, dass ich mich dann mehr wertschätzen kann und schließlich glücklich werden kann.

Davon hatten wird gestern auch, sich mich anderen zu vergleichen ist verdammt gefährlich. Man kann nicht immer besser sein.

Und trotzdem kann ich das nicht aufgeben, denn ich habe für mich noch keinen anderen Lebensinhalt gefunden. Was soll ich denn sonst machen?
Wirklich, ich habe kein einziges richtiges Ziel. Was ich mache, ist ein krampfhaftes Festklammern an meinen Pseudo-Zielen, um ein völliges Zusammenbrechen meiner kleinen Welt zu vermeiden.
In meinen Gedanken kommt in letzter Zeit immer öfter das Szenario des kompletten Durchdrehens vor. Ich renne mit weit aufgerissenen Augen rum und schreie hysterisch und bettle um Hilfe, die ich nicht annehmen kann.
Komisches Szenario und trotzdem wünsche ich mir manchmal insgeheim, dass genau das einmal passiert. Denn dann wäre ich befreit, alle wüssten es, dass ich am Ende bin und man würde mit mir vllt. ein wenig sanfter umgehen.. und die Zweifel darüber, ob es mir wirklich schlecht geht, wären wohl auch passé.
Aber das ist erneut nur Wunschdenken.. denn wenn ich es mal realistisch sehe: Ich würde nicht sanfter behandelt werden, ich würde ausgegrenzt, weil ich die "Verrückte" wäre.
Und die Zweifel darüber, ob es mir schlecht geht.. nunja, davon hatte ich es ja auch schonmal, die wären bestimmt auch noch da.

Und ich weiss ehrlich nicht, was ich machen soll. Das Meiste sehe ich eher als Pflicht an, denn als Hobby, Freude oder Ausgleich.
Mit Freunden weggehen: anstrengend
Sport machen: nervig
Hobbys: hab ich keine mehr, Interesse verloren
Computer: Haha, kein Kommentar
Familie: Ohje..

Was ist denn dann mein LebensINHALT? Ich hab schon keinen Sinn in meinem Leben, aber wozu denn dieser ganze Scheiß, wenn ich weder Freude noch Sinn in meinem Leben habe?
Ich bezweifel wirklich sehr, dass sich das ändern wird und das macht mich traurig. 
Vllt. habe ich Recht, vllt. bin ich nicht "krank" und es ist nur meine Ansicht zum Leben? Dann kann aber niemand etwas dran ändern.. also doch lieber "krank". Ich bieg mir halt alles so hin wie es passt *augenroll*.

Und ich kann es gerade echt nüchtern sehen, relativ emotionsfrei, falls es eine solche Aussage denn sein kann: Negativbilanz im Leben, also weg mit mir.

Es ist nur eine Frage der Zeit.

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