Donnerstag, 21. Juli 2011

There are all sorts of cute puppy dogs, but it doesn't stop people from going out and buying dobermans.

Ich bin unheimlich verwirrt, habe meine Gedankengänge grade aufs herbste überprüft und war bitterkalt ehrlich zu mir.
Was dabei rausgekommen ist?

Ja, ich möchte diese heile Welt, bitte sofort und unter Garantie.

Theorie 1:
  1. Ich habe Angst davor, im Mittelmaß zu landen, keiner Aufmerksamkeit mehr bedürftig und ungeliebt zu sein. Einfach ein "Nichts"
  2. Weil ich nicht glaube, dass ich jemals in Ersterem lande, sondern eher in Zweitem, tue ich alles dafür, unten zu bleiben und "Hilfsbedürftig" zu werden/ bleiben --> siehe Fressanfälle, Hungerperioden, Ritzen ohne Druck
  3. Ich weiß nicht mehr, welche meiner Gedanken "echt" sind und welche eingeredet bzw. eingebildet sind.. vllt. rede ich mir nur ein, dass es mir schlecht geht?
  4. Ich habe absolut keinen dauerhaften Willen, etwas zum Positiven zu verändern
Theorie 2:
  1. Mir geht es wirklich nicht gut, die Gedanken von mir sind "echt", ich komme aus alle dem nicht mehr alleine heraus
  2. Ich eifere einer Art Ideal eines Menschen (--> Perfektionismus) nach, das unter anderem die Eigenschaften Stärke, Ehrgeiz und Selbständigkeit beinhaltet
  3. Dieses Ideal hindert mich daran, Hilfe anzunehmen.. und weil ich merke, dass es nicht funktioniert, bin ich wenigstens konsequent GEGEN mich

Fakt ist, so sehr es weh tut:
Ich würde so unheimlich gerne in eine Klinik gehen

Ja, es tut sehr weh mir das einzugestehen. Ich will Druck, ich will, dass man mich überredet da hinzugehen, ich möchte die Entscheidung nicht selbst verantworten.
Ich hab Angst, dass es mir für eine Klinik nicht schlecht genug geht, dass sich das, was ich sage, viel schlimmer anhört, als es eigentlich ist.

Ich werde aber de facto nicht überredet. Mir wurde es schon angeboten, als Möglichkeit.. mehrmals. Aber ich wurde nicht überredet. Und ich werde auch nicht mehr überredet.

Ich habe Angst.

Ich habe genau das in einem Text auf ein Blatt geschrieben, genau dieses Blatt werde ich nächsten Dienstag zur Therapie mitnehmen. Ich werden es zusammenfalten, in einen Briefumschlag stecken und meiner Therapeutin geben. Ich werde sie bitten, es nicht anzuschauen, wenn ich es selbst schaffe, alles zu formulieren.
Es ist mein Druckmittel. 

Ich schäme mich unheimlich für meine Gedanken

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