Montag, 22. August 2011

Es ist 3:50 und ich habe Angst schlafen zu gehen, weil ich mich dann wohl nur rumwälzen würde.
Ja, blöd - Irgendwann muss ichs eh wagen.

Irgendwann kommt er eh, der Tod. Wozu Angst haben?

Mir ist heute klar geworden, dass das mit meiner Thera langsam echt ungesund wird. Ich bin total abhängig, wirklich total! Ich weiß nicht, ob das jemand von euch so kennt.
Meine Thera bietet mir an mit ihr Eis essen zu gehen, mir beim Umzug zu helfen, in den Ferien mit ihr und ihrer Familie einen Ausflug zu machen, mit ihrem Sohn Brot zu backen, sie schickt mir SMS während ihrer Urlaubzeit und ich darf sie anrufen. Sie umarmt mich. Sie ist für mich da. Ich habe sie unheimlich gern, aber wirklich Angst vor dem Ende. Große Angst davor, dass sie diese Abhängigkeit nicht auflöst, aber genauso große Angst, dass sie es tut.

Ich habe nur sie.

Mein rationaler Teil flüstert: "Das geht nicht gut für dich aus, du musst wechseln. VT bringt dich sowieso nicht weiter".
Meine Emotionen schreien lauthals: "Hoffentlich belastest du sie nicht, pass auf sie auf", zur gleichen Zeit aber auch: "Ich fühle mich so angenommen und wohl bei ihr".

Der letzte Teil überwiegt. Ich habe Angst vor einem Wechsel, Angst, dass mich mein nächster Therapeut nicht  so sehr "betüddelt" und sich mehr abgrenzt, Angst davor, dass er professionell ist.
Weil eigentlich bin ich doch froh, dass meine Thera für mich da ist.

Ich bin 17, ich kann nicht alleine. Ich kann nicht. Nichtmal mehr mit meiner Thera kann das so weitergehen, ich rutsche immer weiter ab.
Ich habe vorhin für mich (mal wieder) entschieden, in die Klinik zu gehen - wobei zusätzlich jetzt auch noch das "Aber" wegen der Schule vorhanden ist. Es ist der Abijahrgang!!
Oder ich mach halt jetzt wirklich knallhart 1 Jahr Seelenklempnerei und starte dann voll durch?

Ich weiß es nicht.

Ich glaub ich kann meiner Therapeutin das so nicht sagen.
Ich habe Angst, vor allem, was kommt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen