Montag, 29. August 2011

Ich komm so gar nicht mehr mit mir klar, andauernd irgendwelche Gedanken, die sich wie Blitze durch mich ziehen. Ich kann sie nichtmal genau erfassen und trotzdem wehre ich mich wie Hölle. Ich spanne Muskeln an, kratze, beiße, schlage. Manchmal kann ich die Gedanken erahnen, sie handeln von Nutzlosigkeit, Heuchlerei - kurz: Von Selbsthass.

Wenn ich Pech habe, werde ich erst Mitte September vollstationär aufgenommen.
Ich hab keine Lust mehr, wirklich nicht. Ich will Hilfe, schnell, jetzt, bitte, ich halte es in meinem Körper nicht mehr aus.
Ich musste versprechen, mich zu melden, falls ich mir was antun will. Ja, super, wenn ich will, dann will ich. Dann will ich doch nicht mehr anrufen und die Gefahr eingehen, eingewiesen zu werden?

Ich hab keine Lust mehr auf diesen Horror von Leben. Ich will mich in einen Zug setzen, fahren oder fliegen - vllt. ja nach NY - und mich irgendwo runterstürzen.
Irgendwo, in einer großen Stadt, wo mich keiner kennt und keiner vermisst. Wo mich niemand identifizieren wird.
Ich möchte aus eurem Gedächtnis ausgelöscht sein.

Ich möchte, dass es so ist, als hätte ich niemals existiert.

Es werden immer mehr Striche auf meinem Bein, denn ich weiß ganz genau: Nichts wird jemals wieder gut werden.

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