Donnerstag, 11. August 2011

Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, es läuft aufs alltägliche raus. Ich versinke im Chaos, habe bis um 15 Uhr geschlafen, keine Lust auf den Tag. Stattdessen hab ich mir meine Schürfwunde aufgerissen, jetzt liegen knapp 4cm² offen. Ekelhaft! Gibt außerdem Narben! Mir ist schlecht.

Demotiviert.

Kennt man ja.

Hallo, kann ich nicht normal sein? Bitte?

Kommentare:

  1. Oh, sorry. Aber ich les erst seit kurzen wieder richtig Posts..war 'ne Weile abwesend was das anging.

    AntwortenLöschen
  2. http://aryaseatingdisorder.blogspot.com/2011/08/krieger-des-lichts.html

    :)

    AntwortenLöschen
  3. normal. was ist schon normal?
    ich weiß. ich sage mir das auch immer. wünsche es mir. nur einmal normal sein... aber was ist das? normal sein?
    - Norm: lateinisch – norma: Regel, Muster, Maßstab, Vorschrift, leitender Grundsatz.
    - Synonyme für „normal“: gewöhnlich, unauffällig, durchschnittlich, vorschriftsmäßig, einheitlich, selbstverständlich, geltend, ...

    wollen wir das wirklich sein? "gewöhnlich", "durchschnittlich", "einheitlich"?
    alle gleich sein? ist das nicht unheimlich langweilig? wer sagt denn, dass nicht gerade "wir" die normalen sind und alle anderen sind "unnormal"?

    ich glaube, ich rede grad total wirres zeug.


    Soziale Normen dienen als Regulative zwischenmenschlichen Verhaltens. Sie minimieren Konflikte, bieten Orientierung, führen zu Verhaltenskonsens, dienen dem sozialen
    Vergleich und schützen den sozialen Status quo.
    Auf der anderen Seite engen sie ein, lassen kaum Raum für individuelle Spielräume, hemmen Weiterentwicklung oder dienen nur als Fassade, hinter der sich nichts als Anpassung verbirgt.

    AntwortenLöschen
  4. und jetzt kannst du dir ja noch diese kleine geschichte durchlesen, wenn du magst:

    Die Geschichte vom jungen Krebs
    Ein junger Krebs dachte bei sich: „Warum gehen alle Krebse in meiner Familie
    immer rückwärts? Ich will vorwärts gehen lernen, so wie die Frösche, und mein
    Krebsschwanz soll mir abfallen, wenn ich es nicht fertigbringe.“
    Und heimlich begann er zwischen den großen Steinen seines heimatlichen
    Bächleins zu üben. In den ersten Tagen kostete ihn dieses Unternehmen ungeheure
    Kräfte. Überall stieß er sich und quetschte sich seinen Krebspanzer, unaufhörlich
    verfing sich ein Bein im anderen. Aber von Mal zu Mal ging es ein bißchen besser,
    denn: Alles kann man lernen, wenn man will.
    Als er seiner Sache sicher war, stellte er sich vor seine Familie und sagte: „Jetzt
    schaut mir einmal zu!“
    Und machte einen ganz prächtigen Lauf vorwärts.
    „Sohn“, brach da seine Mutter in Tränen aus, „bist du denn ganz verdreht? Komm
    doch zu dir - gehe so, wie es dich dein Vater und deine Mutter gelehrt haben. Gehe
    wie deine Brüder, die dich alle lieben.“ Seine Brüder jedoch lachten ihn nur aus. Der
    Vater schaute ihn eine Weile streng an und sagte dann: „Schluß damit. Wenn du bei
    uns bleiben willst, gehe wie alle Krebse. Rückwärts! Wenn du aber nach deinem
    eigenen Kopf leben willst - der Bach ist groß -, geh fort und komm nie mehr zu uns
    zurück!“
    Der brave junge Krebs hatte die Seinen zwar zärtlich lieb, war aber sicher, er handle
    richtig, daß ihm nicht die mindesten Zweifel kamen. Er umarmte seine Mutter, sagte
    Lebewohl zu seinem Vater und zu seinen Brüdern und machte sich auf in die Welt.
    Als er an einem Grüppchen Kröten vorüberkam, erregte er großes Aufsehen. Sie
    hockten unter den Blättern einer Wasserlilie, um als gute Gevatterinnen ihren
    Schwatz zu halten. „Jetzt geht die Welt verkehrt herum“, sagte eine dicke Kröte,
    „schaut euch nur diesen jungen Krebs an! Da müßt ihr mir recht geben!“
    „Ja, Respekt gibt es überhaupt nicht mehr“, sagte eine andere. „Pfui, pfui“, sagte
    eine dritte.
    Doch der junge Krebs ließ sich nicht anfechten und ging aufrecht seine Straße
    weiter, man muß es wirklich sagen. Plötzlich hörte er, wie ihn ein alter Krebs, an
    dem er vorüberging, rief. Der sah ganz melancholisch aus und hockte allein auf
    einem Stein.
    „Guten Tag“, sagte der junge Krebs.
    Der Alte betrachtete ihn lange, schließlich sagte er: „Was glaubst du, was du da
    Großartiges anstellst?! Als ich noch jung war, wollte ich auch den Krebsen das
    Vorwärtsgehen beibringen. Sieh mal, was mir das eingebracht hat! - Ich muß ganz
    allein leben, und die Leute würden sich lieber die Zunge abbeißen als ein Wort an
    mich zu richten. - Hör auf mich, solange es noch Zeit ist! Bescheide dich, lebe wie
    die anderen! Eines Tages wirst du mir für meinen Rat dankbar sein!“
    Der junge Krebs wußte nicht, was er antworten sollte, und blieb stumm. Aber im
    Innern dachte er: „Ich habe doch recht! Ich habe recht!“ Und nachdem er den Alten
    höflich gegrüßt hatte, setzte er stolz seinen Weg fort.
    Ob er weit kommt? Ob er sein Glück macht? Ob er alle schiefen Dinge dieser Welt
    geraderichtet?
    Wir wissen es nicht, weil er noch mit dem gleichen Mut und der gleichen
    Entschiedenheit dahinmarschiert wie am ersten Tag. Wir können ihm nur von
    ganzem Herzen „Gute Reise“ wünschen.
    Gianni Rodari

    ich weiß, es ist schwer, nicht "normal" zu sein. man wird eingeengt. man wird als verrückt dargestellt. ausgegrenzt. dadurch kann man sich nicht weiterentwickeln.

    man, keine ahnung, ob du dir das hier alles durchliest. ich schreibe wirklich wirr grade. was ich eigentlich sagen will, ist, dass du nicht "normal" sein musst. sei individuell. so bist du etwas besonderes. du bist nicht "unauffällig", "durchschnittlich" - auch wenn es oft so schwer fällt. ich weiß, wie du dich fühlst. ich leide auch an diesen beschissenen depressionen und kriege im mom fast nix auf die reihe. und wie oft wünsche ich mir dann "normal" zu sein ...

    AntwortenLöschen