Samstag, 27. August 2011

"If you tell me to jump then I'll die. In my dreams I'm there."
Ich höre mir das Lied seit Tagen an, immer und immer wieder.

"I hope you remember me"
Das wird niemand. Und es sollte auch niemand. Ich will bei meinen Eltern keinen Schmerz hinterlassen, sollen sie ihr Leben halt leben. Ich hab keine Rachegedanken. Ich will nicht, dass meine Therapeutin sich an mich erinnert, das hätte sie nicht verdient. Ich will einfach weg sein. Weg, ohne dass es jemand bemerkt, ohne dass es eine tiefe Wunde reißt.
Ohne, dass es sich in der Schule rumspricht, ohne, dass sie in den Pausen zusammen heulen, wie sie es bei einem Unfallopfer getan haben. Ich kannte ihn nicht.
Für mich tun sie das nicht, ich bin mir sicher. Ich will es auch gar nicht.

Ich sehe absolut keinen Sinn mehr, wirklich. Mein Leben ist ein einziger Krampf zwischen sozialen Ängsten und Antriebslosigkeit.

Mich wunderts, dass es in meinem Zimmer noch nicht krabbelt, es ist so gottverdammt dreckig. Ich HASSE Unordnung.

Ich zocke nur noch, hab keine Lust mehr auf gar nichts, bin zu faul essen zu holen, was zwischendurch immer mal wieder durch den Antrieb von Fressattacken abgelöst wird. Ich kann so nicht mehr weiter machen.
Der erste Gedanke, den ich heute morgen hatte war: Wie kann man sich am sichersten umbringen.
Ich möchte keinen SuizidVERSUCH, ich weiß genau, dass ich ihn mir als ABSICHTLICHEN Hilferuf unterstellen würde, wenn er nicht klappt. Ich würde mich noch mehr hassen, bis ich es schaffe.
Es ist absurd, wie viele Suizidmöglichkeiten es gibt, ganz Abseits von den konventionellen Methoden, die jeder kennt.

Ich hasse es einfach nur noch, ich hab keine Lust mehr zu kämpfen. Es ist vorbei, meine Chance ist vertan.
"Stirb, Schlampe" würde ich ja sagen, aber hey, da mein wunderbarer Körper jeglichen Kontakt absolut blockt und ich nichtmal ansatzweise was mit nem Typen hatte, weil ich vor Panik und Gefühlskälte immer geflüchtet bin, wäre das wohl LEICHT vermessen.
Also, wie wärs mit folgender Alternative?

Stirb, liebloser Nichtsnutz



Die Einstufung "Suizidgefährdet" will ich nicht. Die verdiene ich erst, wenn ich Tod bin.

Kommentare:

  1. Süße, das hört sich garnicht gut an :(
    Auch wenn du jetzt vielleicht kein Ende aus dieser Situation siehst wird es irgendwann wieder einen Grund geben zu Kämpfen.
    Auch wenn man sich in dem Moment allein gelassen fühlt, wird es doch tiefe Wunden hinterlassen. Wunden an denen sich deine Mitmenschen noch Jahre erinnern werden. Für sie bleibt immer die Frage nach dem Warum. Sie werden sich Vorwürfe machen das sie nichts bemerkt haben. Deine Absichten nicht wirklich kannten.
    Willst du wirklich aufgeben? Solange du kämpfst bist du kein Nichtsnutz. Dann zeigst du wahre Stärke. Du bist es auch Wert zu leben, Süße. Hole dir Hilfe. Geh in die Klinik. Sei ein Vorbild für viele andere Mädchen. Ich weiß es ist schwer, aber du schaffst das. Ich glaube an dich.
    Sei stark ♥

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  2. wenn du glaubst, dass du so sehr am boden bist, dass es der einzige ausweg ist, dass du nichts zu verlieren hast und dir alles so egal ist, ... bist du auch frei. du könntest also ALLES machen, was du willst und ich glaube nicht, dass dieses ALLES sich nur auf eine sache beschränkt. einbahnen sind scheiße.

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