Samstag, 28. April 2012

Ich glaube ich habe verstanden - verstanden, dass ich gesund werden muss. Dass gesund sein viel schöner ist, als krank sein.
Und im nächsten Moment sehe ich wieder, wie schön die dünnen Mädchen sind. Dass meine Leistungen zu schlecht sind, um gesund werden zu dürfen. Mein ewiger Konflikt. Ich könnte mich nicht annehmen, wenn ich nicht wüsste, dass ich krankheitsbedingt so "schlecht" bin. Die Krankheit entschuldigt mich.
Eigentlich bin ich nur schwach.

Ich habe einen so schönen Bikini für mich gefunden, ich hab mir für die Klinik einen kaufen müssen.
Aber mein Körper, lädiert, ausgemergelt, voller Narben und Verletzungen - nein, nicht schön, eher traurig.

Ach man. Ich will Hilfe annehmen können. Ich will, dass man mir Hilfe aufzwingt. Ich will einfach nur, dass mein Kopfgekasper aufhört. Ich will mich nicht gegen Fortschritt wehren. Warum ist in meinem Kopf alles so verworren? Das ist doch nicht mehr natürlich.

1 Kommentar:

  1. Das ist es wohl. Was uns eigentlich 'krank' macht sind nicht die schlechten und negativen Gedanken, sondern viel mehr die Ambivalenz und Widersprüchlichkeit in uns. Das macht einen doch irre, wenn sich immer zwei völlig konträre Seiten im Kopf anbrüllen und streiten..

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