Montag, 21. Mai 2012

Ich hab so Angst, dass die einzige Option die bleibt, der Tod ist.

Ich kenne mich nicht, habe absolut keinen Zugang zu meinen Gefühlen, abgesehen von der Trauer, die mich einfach überwältigt, sich aber binnen Minuten in totale Anspannung umwandelt. Man darf ja nicht traurig sein, traurig sein, heißt schwach sein, weißt schon, ne.

Jeder Tag erneut die brutale Realität: Mein Körper sieht wie ein Wrack aus und mein Wille ist mimosenhaft. Immer wieder, tagtäglich, punch in my face.

Ich kann aus der Therapie nichts sinnvolles für mich ziehen - ich rede an der Therapeutin vorbei und sie an mir.

Und immer wieder ziehe ich hier das ernüchternde Fazit: Es wird nicht(s) besser.

Kommentare:

  1. ha, same here. und es geht schon so lang. :( aber bevor man das spiel beendet, sollte man halt was riskieren. wenn dann schon der ort/die zeit für experimente gekommen ist: masken fallen lassen, auszucken (durchdrehen), dinge probieren. solang ich das nicht mache, habe ich nicht das recht aufzugeben. find ich. und was für mich gilt, gilt in meiner welt auch gleich für alle anderen! lg wohaipa die zu faul zum einloggen ist

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  2. Stimmt, aber das kann ich mir erst vorstellen, wenn ich wirklich kurz vorm Abschluss bin. Ich hatte mal eine ganz kurze Phase, da wär mir alles egal gewesen, da hätte ich total durchdrehen können, weil ich wusste, ich werde sterben. Ich war mir so sicher, dass mir nichts und niemand mehr was anhaben kann, einfach durch die Aussicht aufs Ende. Das war schon ziemlich krass... aber das mal bewusst machen, ohne in diesem Rausch zu sein, muss auch was befreiendes haben. Ausbrechen aus den Käfigen, in die man sich teils selbst eingesperrt hat.
    Ich hätte nur Angst vor der Haltlosigkeit... Ein Vogel der sein Leben eingesperrt wurde, stirbt in der vermeintlichen Freiheit, weil er sich nicht selbst versorgen kann... irgendwie gibt mir die Krankheit doch beängstigenderweise sehr viel.

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