Donnerstag, 14. Juni 2012

Und während ich mir die ganzen therapeutischen WGs anschaue, packt mich die Angst.
"Will ich denn gesund werden? Ich will doch abnehmen! BMIs unter 18 werden nicht akzeptiert? Aber mit meinem 18er BMI damals war ich doch immer noch fett! Ich will doch nicht mein Leben als Fetti verbringen!"
Ich kann die Gedanken nicht stoppen, sie vereinnahmen mich.

7 Wochen bin ich jetzt schon hier. Ich esse Richtmenge, meine Stimmung ist um einiges besser, als am Anfang.
Warum sollten sie mich noch hier behalten? Sieht doch alles super aus!
Nur in meinem Kopf nicht, aber das kann ja jeder behaupten.
Ich hab so eine Angst vor einer Entlassung.

Gedanken ums Einsparen, aufhören Richtmenge zu essen, damit sie sehen, dass ich noch nicht gesund bin.

Das Einzige, woran ich mich festkralle ist das Wissen, dass es nicht besser wird, wenn ich jetzt wieder von vorne beginne. Ich will mein altes Leben nicht wieder und das einzige was ich tun kann, ist versuchen, gesund zu werden.
Also weiter essen. Weiter bemühen. Tunnelblick, anders schaffe ich das nicht

Edit: Ich kann mich nicht abgrenzen. Eine Mitpatientin bekommt ne Sonde, ner anderen steht das Wasser in den Augen und der Dritten gehts auch nicht gut. Ich will für alle da sein, alle trösten und verliere mich dabei selbst. 
Mir gings schon vorher nicht gut, aber jetzt fühle ich mich auch noch schlecht, von mir selbst enttäuscht und verletzt, weil ich gesagt habe, dass ich auf die Patientin mit der Sondenlegung warte, aber grade von der Ärztin weggeschickt wurde, weils noch 20 Minuten dauert. 
Ja, ich fühle mich verletzt... weil sie meinte, dass ich gehen soll, genau deswegen. War doch gar nicht persönlich gemeint? Stimmt, sollte sogar nur zu meinem Besten sein, nur rafft das mein blödes Gefühl nicht!


Gott, das raubt mir alles so viel Kraft. Kein Wunder isoliere ich mich immer - Man sieht ja was passiert, wenn ich in den Kontakt gehe :(



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