Montag, 27. August 2012

Ich finde es faszinierend, wie schwarz-weiß mein Denken ist. Geht es mir schlecht, kann ich mir die schönsten Gedanken machen, aber sie scheinen so aussagelos.

Was ich an diesem Wochenende zuhause gemerkt habe, ist, dass das Leben außerhalb der Klinik im Vergleich noch viel härter ist, als ich dachte.
Ich habe wirklich Bedenken, ob ich den Absprung jetzt schon schaffe.
Das Wochenende war.... nicht unbedingt grauenhaft, denn es gab auch positive Momente, aber ziemlich... heftig.
Ich habe gemerkt, wie mich Kleinigkeiten total aus der Bahn werfen, ich habe Achtsamkeit geübt und Enttäuschung gespürt.
Ich habe gemerkt, dass es mir schwer fällt Grenzen zu ziehen und ich hatte seit Langem das erste Mal (bzw. habe) diese beschissenen, übertriebenen kreisenden Gedanken bezüglich Kleinigkeiten, die ich falsch gemacht habe.

Wenn ich jetzt, auf der Heimfahrt drüber nachdenke, dass ich in eineinhalb Wochen wieder komplett zuhause bin, wird mir echt schlecht. Ich hätte am Liebsten schon heut Morgen den Besuch abgebrochen, mein Ticket hat aber leider Zugbindung.
Und wenn mich ein Wochenende schon so umhaut, wie wird das dann mit der Schule?

Ich fühle mich wie ein hoffnungsloser Fall. Ob ich das sein will? Vielleicht.
Auf der einen Seite möchte ich, dass mir einfach mal jemand sagt, dass mein Empfinden nicht total verrückt ist und es wirklich scheiße um mich steht, nur um dadurch einen Grund zu haben, völlig abzuschließen.
Dass das eine Flucht in Gedankenkonstrukte ist, ist mir bewusst.
Auf der anderen Seite möchte ich endlich aus dieser scheiße raus. Ich wünsche mir einfach, dass mir mal jemand glaubwürdig vermitteln kann, dass alles wieder gut wird. Oder wenigstens wieder gut werden kann...

Jetzt bleibt es mir nur noch, die Tage bis zur (vermeintlichen?) Katastrophe runterzuzählen.

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