Donnerstag, 18. Oktober 2012

Da bin ich wieder, nach einem Monat Blogger-Abstinenz.

Ich muss beichten, einmal, als es mir richtig, richtig schlecht ging, war ich wieder kurz hier, wollte posten, weil ich das Gefühl hatte, einfach nicht mehr zu können, so allein auf dieser (in dem Moment) für mich sinnlosen Welt. Ich bin stolz, dass ich es trotzdem nicht getan habe. Ich bin stolz auf mich, dass ich diesen Monat mehr oder weniger durchgehalten hab, denn eins weiß ich inzwischen: Ich darf nicht mehr so hart mit mir ins Gericht gehen.

Eigentlich habe ich mir mehr von diesem Monat erhofft. Er hatte, wie sonst auch, Höhen un Tiefen, aber richtig extrem. Ich hatte den totalen Euphorierausch, hatte trotz Kater einfach nur noch Stolz und Glück in mir, ich habe mich so gefreut, wieder im Leben angekommen zu sein. Ja, mir gings verdammt gut und meine Stimmung hebt sich gerade schon wieder ein wenig, allein weil ich davon schreibe :)

Aber die Tiefen gab es auch. Ich habe es 2-3 Tage nicht mehr gepackt irgendwas hinzubekommen, habe folglich auch meine Medis nicht genommen. Ich sag euch, das war echt nicht mehr feierlich. Ich habe gekotzt, gefroren und mich überhitzt gefühlt zugleich und war einfach nur noch am zittern und heulen (was ich sonst eigentlich nie kann, aber ich habe da einfach so unkontrolliert-hysterisch geheult, dass ich kaum mehr Luft bekommen hab). Ich bin froh, dass das hinter mir liegt und ich bin mir ziemlich sicher: Das passiert mir so schnell nicht nochmal!

Inzwischen hat mich der Schulstress hat mich wieder, ich arbeite jetzt als Kellnerin (von der Bewerbung hatte ich ja schon geschrieben) und ich kämpfe wieder mit "solala-Stimmung", dem Leistungsdruck, den ich mir selbst mache und dem Essen. Ich werde meinen Blog hier weiterführen, ich will weiter aus meinem Leben berichten oder auch einfach nur Momente festhalten.

Was mir allerdings wirklich ein Aha-Erlebnis erbracht hat, war das erstmalige Schauen auf mein Dashboard nach diesem Monat. Bei manchen Blogs habe ich mich einfach nur noch geärgert: Obwohl ich meine verfolgten Blogs schon minimiert habe, habe ich mich trotzdem immer noch bei vielen total drüber aufgeregt, wie ignorant manche Blogger sind.
Jetzt ist die Zeit gekommen, wieder auszusortieren und ich bin mir ziemlich sicher: Mehr als eine Hand voll werden es nicht mehr sein und das ist (jetzt endlich) okay für mich. Denn ich will nicht mehr in dieser Blogger-Welt versinken, ich will mein Leben leben, kein imaginäres.



Kommentare:

  1. Was genau meinst du mit der Ignoranz anderer Blogger? Wurde wer zu persönlich?

    Es freut mich, dass du wieder mit beiden Beinen im Leben stehen kannst. Du hast allen Grund dazu, Stolz auf dich zu sein und dir die glücklichen Momente zu Herzen zu nehmen.
    Kleine (wie auch große) Rückschläge gibt es immer und ich hoffe, diese können dich nicht erneut aus der Bahn werfen.

    Trotzdem freue ich mich, dass du nach einem Monat wieder da bist.

    Es ist schön, dass es dich gibt.

    Liebe Grüße
    Emaschi

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    1. Oh, vielleicht habe ich es mit dem Wort "Ignoranz" nicht ganz getroffen. Ich glaube "verblendet" trifft es besser. Das sollte gar kein Angriff auf einzelne Blogger sein, nur einfach die Erkenntnis, dass ich nicht mehr in dieser virtuellen Scheinwelt gefangen sein möchte und der Ärger als Zeichen dafür.

      Dankeschön! :)

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