Samstag, 10. November 2012

Ich lebe schnell, bin nur noch selten in meiner WG. Einerseits schade, weil ich gern mit den Leuten machen würde, andererseits ist das Gefühl einfach nur geil, mal hier und mal dort zu übernachten, nachhause zu hetzen nur um gleich zum nächsten Termin loszugehen, zwischendurch was für die Schule lernen, politische News aufsaugen und Fahrstunden nehmen. Das ist alles so spannend und aufregend, auch wenn nicht alles reibungslos läuft.
Ich bin froh, dass ich so viel zutun habe, zu viel Leerlauf zieht mich runter. Trotzdem ist mir klar, dass ich das nicht auf Dauer so machen kann, denn irgendwann rebelliert der Körper wieder und ich weiß, wo das enden kann.
Ich bin dennoch unheimlich froh, mit voller Überzeugung und von Herzen sagen zu können: "Da will ich nicht mehr hin", denn das ist etwas, das ich (inzwischen schon) Jahre nicht mehr geschafft habe. Und gottverdammt, ich liebe mein Leben, wie es im Moment ist.

Jetzt gehe ich arbeiten, ich bin in der Frankfurter Alten Oper als Kellnerin beim Sportlerpresseball (sau geil!).
Ich bin schon ein wenig aufgeregt, weil ich bisher nicht viel mehr als Gläser abräumen gemacht habe, aber mehr als blamieren kann ich mich ja nicht - und inzwischen habe ich genug Selbstbewusstsein aufgebaut, um mich dafür nicht fertig zu machen, sondern es als Erfahrung aufzunehmen.
Eine Klassenkameradin hat einen Spruch auf ihr Handgelenk tätowieren lassen: "Never a failure, always a lesson" und ja, so ist es.

Ich würde euch so gern ein Stück von diesem Lebensgefühl zeigen, weil die Worte verglichen damit alle so leer sind... und bestimmt einige hier sind, die genauso sehr am Boden sind, wie ich es einmal war - aber glauben kann man diesen Wandel nur, wenn man ihn selbst erlebt hat.

Liebe, liebe, liebe es.


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