Freitag, 19. Juli 2013

Die Menschenmasse raunt. Wortmeldungen, die mir mitteilen, dass mein Antrag "verfehlt", "unangebracht" oder zu wenig feinfühlig sei, erreichen mich.
Das Thema, das ich eingebracht habe ist höchst umstritten, aber mit so einer vernichtenden Rückmeldung habe ich nicht gerechnet. Ich ziehe meinen Antrag zurück, mir wird versichert, dass das Thema an anderer Stelle aufgegriffen wird. 
Ich kann die Tränen nicht zurückhalten, sie fließen, mir wird alles zu viel.
Leute sagen mir, wie mutig das von mir gewesen sei und mit jedem aufmunternden Wort schluchze ich mehr. Manchmal ist einfach alles zu viel. Die Mangelernährung macht mich so unheimlich weinerlich, ich habe in 2 Wochen jetzt verdammte 2 Mal in der Öffentlichkeit geweint - Das ist mir zuvor bestimmt 5 Jahre lang nicht mehr passiert.
Ist das ein Fortschritt? Komme ich besser an meine Gefühle heran? Oder liegt es einfach nur daran, dass die Situation so anstrengend ist, wie sie sich momentan darstellt?

Der anschließende Abend bei meinem Freund war auch eher ein Krampf - Mir fällt körperlicher Kontakt gerade SO schwer! Ich möchte nicht, dass mein Körper erregt ist oder irgendjemand anderen erregt. Es ekelt mich momentan geradezu an und ich weiß nicht, weshalb. 
Dass ich mich in meinem Körper unwohl fühle ist ein weiterer Faktor, aber der ist ja altbekannt.

Ich drücke mich momentan vor Übernachtungen bei ihm. Ich möchte mich zurückziehen, keinen Körperkontakt und stattdessen in meiner kleinen eigenen Welt versinken. Ich schaue den ganzen Tag so Scheiße wie "Supersize vs Superskinny", beschäftige mich mit Essen.

Ich weiß echt nicht, wo ich überhaupt anfangen soll, dagegen anzukämpfen. Die Front an der ich kämpfen sollte ist so breit!

1 Kommentar:

  1. danke für deinen kommentar auf meinem blog. mir gehts mit der trennung gar nicht gut. ich liebe ihn so sehr und bin ohne ihn total einsam...

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